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Marsha P. Johnson: wer sie war und wofür das P stand

Eine Schwarze Aktivistin, Performerin und feste Größe auf den Straßen New Yorks, deren Großzügigkeit so deutlich in Erinnerung geblieben ist wie ihr Aktivismus.

Wren

Marsha P. Johnson ist eine der bekanntesten Figuren der LGBTQ+-Geschichte und eine der am stärksten mythologisierten. Der wirkliche Mensch war besser als der Mythos: witzig, großzügig, oft pleite und beständig da für Menschen, die sonst niemanden hatten.

Wer war Marsha P. Johnson?

Sie wurde 1945 in New Jersey geboren und zog als junge Erwachsene nach New York, wo sie für den Rest ihres Lebens lebte und auftrat, großenteils in Greenwich Village. Sie war Drag-Performerin, Modell für Künstler und eine bekannte Erscheinung auf der Christopher Street.

Die Sprache, mit der sie sich selbst beschrieb, war die Sprache ihrer Zeit und ihres Ortes, darunter „Drag Queen“ und „gay“. Viele Menschen erinnern sich heute an sie als trans Frau, und Historikerinnen und Historiker weisen darauf hin, dass sie lebte, bevor es das moderne Vokabular gab. Beides lässt sich mit Respekt sagen.

Wofür das P stand

Wenn Leute sie fragten, wofür das P in ihrem Namen stehe, antwortete sie „pay it no mind“ (etwa: „schenk dem keine Beachtung“), und das berühmterweise auch dann, wenn sich die Frage auf ihr Geschlecht bezog. Der Satz gehört heute zu den Dingen, für die man sie am besten in Erinnerung hat.

Stonewall und STAR

Johnson wird eng mit dem Stonewall-Aufstand vom Juni 1969 in Verbindung gebracht. Die Berichte gehen darüber auseinander, wann genau sie eintraf und was sie tat, und sie selbst beschrieb, erst angekommen zu sein, nachdem er begonnen hatte. Außer Zweifel steht, dass sie Teil der Bewegung war, die daraus hervorging.

1970 gründete sie gemeinsam mit Sylvia Rivera STAR, Street Transvestite Action Revolutionaries, um obdachlose junge Drag Queens und trans Personen zu unterstützen. Später engagierte sie sich in New York im AIDS-Aktivismus.

Ihr Tod

Im Juli 1992 wurde ihre Leiche im Hudson River gefunden. Die Polizei stufte ihren Tod zunächst als Suizid ein, was ihre Freundinnen und Freunde bestritten. Die Einstufung wurde später geändert, und 2012 wurde der Fall wieder aufgerollt. Die Umstände ihres Todes sind nie vollständig geklärt worden.

Warum man sich an sie erinnert

Zum Teil wegen Stonewall, vor allem aber wegen der Art, wie sie mit Menschen umging. Die Geschichten, die über sie erzählt werden, handeln selten von Reden. Sie handeln von geteiltem Essen, einem Schlafplatz und davon, einfach da zu sein. Das ist eine Art Vermächtnis, die jede Community leben kann.

Wren · Redaktion

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