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Pronomen üben: er, sie, dey, en und xier laut in Sätzen sagen

Namen eingeben, Set wählen, Sätze laut lesen. Die Wörter zu sagen bringt mehr, als über sie zu lesen.


Die Pronomen einer Person zu kennen und sie ohne Stolpern zu sagen, sind zwei verschiedene Dinge. Das Stolpern passiert im Mund, mitten im Satz, wenn eine alte Gewohnheit schneller ist. Die Lösung ist dieselbe wie bei jedem neuen Wort: es sagen, in ganz gewöhnlichen Sätzen, bis es nicht mehr hängen bleibt.

Diese Seite gibt dir dreißig solcher Sätze. Sie sind absichtlich langweilig: Brot, Regenschirme, Züge, Geburtstage. Genau darum geht es, denn Pronomen tauchen meistens in genau dieser Art Gespräch auf.

Im Deutschen kommt eine Hürde dazu: Neopronomen haben eigene Formen für jeden Fall, du sagst also nicht nur xier, sondern auch xien, xiem und xies. Die Seite hilft, wenn du dir die neuen Pronomen einer befreundeten Person angewöhnen willst, wenn du ein Set lernen möchtest, das du noch nie gesagt hast, oder wenn du für dich allein ein Set ausprobieren willst, bevor du es irgendwem erzählst.

Lies diese Sätze laut vor

  1. Kim kommt später, deshalb hat er gesagt, wir sollen ohne ihn anfangen.
  2. Er bringt heute Abend das Brot mit.
  3. Ich habe mir heute Morgen sein Ladekabel ausgeliehen.
  4. Der blaue Regenschirm an der Tür gehört ihm.
  5. Er hat sich letzten Winter selbst beigebracht, Brot zu backen.
  6. Hast du Kim schon gefragt? Er war auch dabei.
  7. Er hat einen besseren Orientierungssinn als alle, die ich kenne.
  8. Ich schreibe ihm, sobald der Zug ankommt.
  9. Im Bus lag schon wieder seine Mütze.
  10. Er löst jeden Sonntagmorgen das Kreuzworträtsel.
  11. Als ich umgezogen bin, war er sofort da, um zu helfen.
  12. Kannst du ihm einen Platz freihalten?
  13. Er vergisst nie einen Geburtstag.
  14. Die Playlist war von ihm, nicht von mir.
  15. Vor dem Meeting hat er sich noch einen Kaffee gemacht.
  16. Er lernt seit dem Frühling Gitarre.
  17. Ich habe ihn gefragt, wie seine Woche war.
  18. Vorhin hat seine Schwester angerufen.
  19. Er war müde, also haben wir ihn nach Hause begleitet.
  20. Die Idee, die Rechnung zu teilen, kam von ihm.
  21. Kim hat das Regal selbst repariert, und er ist zu Recht stolz darauf.
  22. Er ist sich noch nicht sicher, aber er sagt uns rechtzeitig Bescheid.
  23. Beim Teekochen hat er eine ganz eigene Art.
  24. Wir treffen ihn um sechs am Bahnhof.
  25. Er musste so lachen, dass er die Geschichte nicht zu Ende erzählen konnte.
  26. Draußen vor der Tür steht sein Fahrrad.
  27. Sag ihm von mir alles Gute zum Geburtstag.
  28. Am Samstag gehe ich mit ihm ins Kino.
  29. Er hat das Buch schon gelesen, frag ihn also nach dem Ende.
  30. Kim darf stolz auf sich sein, und ich hoffe, er ist es auch.

Gib einen Namen ein. Jeder Name funktioniert, auch einer, den du gerade ausprobierst. Dann wähl ein Set: er/ihm, sie/ihr, dey/deren, en/ens, hen/hens, xier/xies, they/them oder nur den Namen. Die Sätze füllen sich sofort, und zwar im richtigen Fall: Aus xier wird im Akkusativ xien, im Dativ xiem und vor einem Nomen xies oder xiese. Die Verben stehen in allen Sätzen im Singular, also dey ist, they hat.

Neopronomen werden nicht überall gleich dekliniert. Hier steht für jedes Set eine dokumentierte Variante, jeweils in der Reihenfolge Nominativ, Akkusativ, Dativ, Possessiv: dey, dey, denen, deren; en, en, em, ens; hen, hen, hem, hens; xier, xien, xiem, xies; they, them, them, their. Wenn eine Person ihr Pronomen anders dekliniert, gelten ihre Formen.

Lies die Sätze laut, nicht im Kopf. Deine Augen lassen fast alles durchgehen; beim Sprechen schleicht sich das alte Wort wieder ein. Wenn dich ein Satz stolpern lässt, lies ihn noch einmal, mach weiter und komm später auf ihn zurück.

Wenn jemand zwei Sets benutzt, etwa sie und dey, übe beide nacheinander. Wenn für jemanden alle Pronomen in Ordnung sind, übe die Sets, die du voraussichtlich benutzen wirst. Bei nur Name steht der Name überall dort, wo sonst ein Pronomen stünde. Weil das Reflexiv sich im Deutschen für alle gleich ist, funktionieren dabei auch Sätze wie „Kim hat sich einen Kaffee gemacht“, und anders als im Englischen fällt kein Satz weg.

Dann probier noch etwas: Lies einen Satz absichtlich mit dem falschen Pronomen, halte an, sag das richtige und bring den Satz zu Ende. Das ist schon die ganze Korrektur, und wenn du sie übst, geht sie irgendwann von allein. Warum kurz besser ist als eine lange Entschuldigung, erklärt der Glossareintrag Misgendern.

Das hier ist eine Übungsseite, kein Formular. Es wird nichts gesendet.

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