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Wo die App angeboten wird, und warum

Die Android-App wird in Ländern, in denen Gesetz oder Polizei trans Menschen ins Visier nehmen, nicht angeboten. Die Website bleibt überall offen, und sie ist nicht ohne Risiko.


T4TSpace wird von trans und nicht-binären Menschen für trans und nicht-binäre Menschen gemacht, und hier sind wir nicht neutral. Ein Gesetz, das Menschen dafür bestraft, dass sie trans sind oder wen sie lieben, ist ein ungerechtes Gesetz. Wir helfen nicht, es durchzusetzen, auch nicht aus Versehen, indem wir eine Dating-App für trans Menschen auf Handys bringen, die die Polizei durchsuchen kann.

Deshalb haben wir bei Google Play eingestellt, dass die Android-App von T4TSpace nur in 112 Ländern angeboten wird. In 64 Ländern wird sie nicht angeboten, ebenso wenig in einer Gruppe von 49 Ländern und Gebieten, die Google Play nur alle zusammen auswählen lässt. Alle stehen weiter unten, nach Grund geordnet.

Warum die App und nicht die Website

Eine installierte App ist leicht zu finden. Ihr Symbol liegt auf dem Startbildschirm und ihr Name steht in der App-Liste, für alle, die das Handy in der Hand haben. In einem Bericht von 2023 über Ägypten, den Irak, Jordanien, den Libanon und Tunesien hat Human Rights Watch dokumentiert, wie Sicherheitskräfte Menschen zwangen, ihr Handy zu entsperren, dann nach Fotos, Chats und Dating-Apps für gleichgeschlechtliche Kontakte suchten, manchmal schon nach dem bloßen Vorhandensein einer solchen App, und das Gefundene gegen die Festgenommenen verwendeten. Derselbe Bericht dokumentiert gefälschte Profile, die Sicherheitskräfte auf Dating-Apps anlegten, um Menschen in eine Falle zu locken.

Die App in diesen Ländern nicht anzubieten heißt, dass nicht wir sie auf diese Handys bringen. Eine App aus einem Store zu nehmen, entfernt sie nicht von den Handys, auf denen sie schon installiert ist. Deshalb fiel diese Entscheidung vor der ersten öffentlichen Version der Android-App.

Google Play richtet sich nach dem Land deines Google-Kontos, nicht danach, wo du gerade bist. Gehört dein Konto zu einem Land, in dem die App angeboten wird, und reist du in eines der Länder unten, bleibt die App auf deinem Handy. Überleg dir, sie vor der Abreise zu deinstallieren: Dein Konto wird dadurch nicht gelöscht.

Die Website bleibt offen, und sie ist nicht ohne Risiko

Wir haben die Website nirgends gesperrt. Eine Sperre würde auch abschneiden, was sie Menschen bietet, die es vielleicht nirgendwo sonst finden: das Glossar, die Antworten, die Geschichten und das Wissen, dass es andere wie sie gibt. Aber auch das Lesen dieser Website bleibt nicht unsichtbar, und das sagen wir lieber offen.

Dein Browser speichert einen Verlauf der Seiten, die du besuchst. Wer das Netz betreibt, das du nutzt (ein Internetanbieter, ein Arbeitgeber, eine Schule, wer zu Hause das WLAN eingerichtet hat, und in manchen Ländern der Staat), kann oft sehen, dass du t4tspace.com besucht hast, auch wenn nicht zu sehen ist, welche Seiten. Ein VPN verbirgt das vor dem Netz, aber in manchen Ländern ist schon die Nutzung eines VPN eingeschränkt oder verboten. Du kennst deine Lage und die Gesetze deines Landes besser als wir.

Ein paar Vorsichtsmaßnahmen

Keine davon macht dich sicher. Sie verringern, was dein Handy oder Computer speichert und was andere sehen können.

Nutze ein privates Fenster (in manchen Browsern Inkognito genannt). Wenn du es schließt, vergisst der Browser die geöffneten Seiten und deine Anmeldung. Vor dem Netz verbirgt es deinen Besuch nicht.

Wenn du keins genutzt hast, lösche deinen Verlauf und die Websitedaten von t4tspace.com, bevor jemand anderes dein Gerät benutzt oder ansieht.

Lass deinen Browser dein Passwort nicht speichern, und melde dich ab, wenn du fertig bist: in der App unter Konto und Daten, dann Abmelden.

Wenn dein Handy angesehen werden könnte, füge die Website nicht zum Startbildschirm hinzu: Das legt dort ein Symbol ab, wie bei einer installierten App.

In der App enthält eine Benachrichtigung nie einen Namen, ein Foto oder das, was jemand geschrieben hat. Sie erscheint aber auf dem Sperrbildschirm, deshalb kannst du alle Benachrichtigungen nur „Neue Aktivität“ sagen lassen (Konto und Daten, dann Diskretion) oder Benachrichtigungen in der App unter Konto und Daten, dann Benachrichtigungen, ausschalten, oder in den Einstellungen deines Handys. Mehr zur Diskretion.

„Mich aus der Übersicht heraushalten“ (Diskreter Modus), ebenfalls unter Konto und Daten, nimmt dich aus der Übersicht der Menschen in deiner Nähe. Menschen, denen du ein Like gegeben hast, können dich weiterhin sehen.

In mehreren dieser Länder hat die Polizei gefälschte Profile benutzt, um Treffen zu vereinbaren. Jedes Konto wird hier von einem Menschen geprüft, bevor es irgendjemanden sehen kann, aber diese Prüfung kann keine Absichten beweisen. Lass dir Zeit, und wenn du jemanden triffst, dann an einem öffentlichen Ort, und sag einer Person, der du vertraust, wohin du gehst.

Was wir nicht versprechen können

Nichts auf dieser Seite macht die Nutzung von T4TSpace sicher in einem Land, dessen Gesetze sich gegen dich richten. Wir entscheiden, was wir auf Handys bringen; Netze, Geräte und Gesetze haben wir nicht in der Hand. Wenn das Risiko für dich gerade zu groß ist, ist es eine vernünftige Entscheidung, T4TSpace nicht zu nutzen.

Wenn du dich in Sicherheit bringen musst

Rainbow Railroad (rainbowrailroad.org) unterstützt LGBTQI+-Menschen, die Gewalt oder Verfolgung erleben, weil sie sind, wer sie sind, oder lieben, wen sie lieben. Die Organisation beschreibt ihre Hilfe als Umsiedlung in Notfällen, Krisenhilfe, finanzielle Hilfe und andere Unterstützung; Anfragen laufen über ein Formular auf ihrer Website. Die Vorsichtsmaßnahmen oben gelten auch für diese Website.

Die Liste, und wie sie entstanden ist

Diese Liste wurde am 17. September 2026 erstellt, auf Grundlage der Länderprofile des Human Dignity Trust, der Karten von ILGA World (Juni 2026), von Berichten von Human Rights Watch, Amnesty International und Outright International sowie der Länderliste von Google Play. Wir überprüfen sie, wenn sich Gesetze ändern: Ein Land kann von der Liste verschwinden, ein anderes dazukommen. Wenn du meinst, dass ein Land zu Unrecht darauf steht oder fehlt, schreib an hello@t4tspace.com.

Wo das Gesetz gleichgeschlechtliche Beziehungen oder trans Menschen bestraft (52 Länder)

Ägypten, Algerien, Bangladesch, Burkina Faso, Eritrea, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Indonesien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Kamerun, Katar, Kenia, Komoren, Kuwait, Libanon, Liberia, Libyen, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Myanmar, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Papua-Neuguinea, Salomonen, Sambia, Samoa, Saudi-Arabien, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Tansania, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate.

Kein solches Gesetz, aber Strafverfolgung oder Fallen der Polizei (2 Länder)

Russland: Die „LGBT-Bewegung“ wurde als „extremistisch“ eingestuft, und Menschen wurden unter diesem Vorwurf zu Haftstrafen verurteilt.

Jordanien: Laut Human Rights Watch haben Sicherheitskräfte Dating-Apps und soziale Netzwerke benutzt, um LGBT-Menschen in eine Falle zu locken.

Hohes und steigendes Risiko (10 Länder)

Kein Gesetz gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen, aber in den letzten Jahren mindestens eines davon: ein Gesetz gegen „LGBT-Propaganda“ oder gegen Transition, Razzien oder Festnahmen, durchsuchte Handys, auf Anordnung der Regierung entfernte Dating-Apps oder ein laufender Gesetzentwurf zur Kriminalisierung.

Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, China, Demokratische Republik Kongo, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Türkei.

Die Gruppe „Rest der Welt“ bei Google Play (49 Länder und Gebiete)

Google Play lässt uns diese nicht einzeln auswählen: Die Gruppe ist entweder ganz dabei oder gar nicht. Sie enthält 13 Länder, die gleichgeschlechtliche Beziehungen oder trans Menschen bestrafen: Afghanistan, Äthiopien, Brunei, Burundi, Eswatini, Guyana, Kiribati, Malawi, Mauretanien, Palästinensische Gebiete, St. Vincent und die Grenadinen, Südsudan und Tuvalu.

Deshalb haben wir die ganze Gruppe ausgeschlossen. Die App wird also auch in den 36 anderen nicht angeboten, etwa in Andorra, Barbados, Montenegro oder im Kosovo, wo wir keinen solchen Grund gefunden haben. Da sind wir lieber zu vorsichtig, als die App in diesen 13 Ländern auf Handys zu bringen.

Für trans und nicht-binäre Menschen. Ein Mensch prüft jedes Konto.Die ersten 1000 verifizierten Konten behalten alles kostenlos.

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